Startdisk

Home
Interessen
Fotoalbum
Favoriten
News
Kontakt

 

 

Sie sind der Besucher

seit dem 12.07.2000

 

Startdiskette

Eine Startdiskette unter Windows 98 erstellen

Das aktuelle PC-Betriebssystem von Microsoft (Windows 98) erzeugt auf Wunsch eine Startdiskette, die alle wichtigen Treiber enthält. Legen Sie dazu eine leere Diskette bereit und wählen Sie im Startmenü die Option "Einstellungen | Systemsteuerung". Öffnen Sie dann im Fenster der Systemsteuerung die Funktion "Software".

Als nächstes klicken Sie im Fenster "Eigenschaften von Software" auf die Registerkarte "Startdiskette". Die einzige Funktion, die diese Karteikarte bietet, ist das Erstellen einer Startdiskette. Wenn Sie "Diskette erstellen..." anklicken, stellt Windows automatisch sämtliche Dateien zusammen, die für eine Bootdiskette notwendig sind. In manchen Fällen verlangt Windows die Installations-CD, um auch von dort noch einige Daten zu kopieren.

Anschließend fordert das Betriebssystem Sie auf, eine Diskette – die zuvor bereitgelegte – einzulegen. Sie müssen Sie nicht formatieren, denn Windows erledigt das gleich mit. Hat Windows die Bootdiskette fertiggestellt, sollten Sie diese sofort testen, um sicher zu sein, dass sie auch funktioniert, wenn Sie sie benötigen.

Anwender von Windows 98 sind fein raus: Beim Anfertigen der Bootdiskette kopiert das System auch automatisch die CD-Treiber. Schlechte Karten haben dagegen Nutzer von Windows 95 oder Windows 3.x. Hier müssen sie den CD-ROM-Treiber per Hand nachträglich noch auf der Bootdiskette einfügen.

Eine Startdiskette unter Windows 95 erstellen

Das Anlegen einer Startdiskette unterscheidet sich unter Windows 95 nicht vom Vorgehen unter Windows 98 und ist recht bequem: Sie starten in der Systemsteuerung ("Start | Einstellungen | Systemsteuerung") die Funktion "Software". Auf der Karteikarte "Startdiskette" wählen Sie die Schaltfläche "Diskette erstellen..."

Wenn Sie sich jedoch den Inhalt der so erzeugten Diskette näher betrachten, stellen Sie fest, dass viel unnötiger Ballast kopiert wurde. Denn auf Dateien wie "ega.cpi" oder "debug.exe" können Sie getrost verzichten. Andere, nützliche Dateien wie den CD-ROM-Treiber oder ein Antivirenprogramm suchen Sie dagegen vergeblich. Da müssen Sie selbst Hand anlegen und die gewünschten Dateien manuell kopieren – beispielsweise den CD-ROM-Treiber.

Den CD-ROM-Treiber aufspüren

Jetzt brauchen Sie noch den Treiber für Ihr CD-ROM-Laufwerk. Die entsprechende Datei hat einen Namen wie etwa "atapi.sys", "sr_aspi.sys" oder "mtmcdai.sys". Um herauszufinden in welchem Verzeichnis sich der CD-ROM-Treiber befindet, öffnen Sie die Datei "config.sys" und notieren sich die Werte der Befehlzeile.

Aus der Datei "autoexec.bat" schreiben Sie sich die Parameter der "mscdex.exe" auf. Suchen Sie die Zeile, die diesen Dateinamen enthält. Sie kann zum Beispiel so aussehen:

C:\windows\command\mscdex.exe /D:MSCD000 /L:H

Die Datei "mscdex.exe" finden Windows 95 Benutzer im Verzeichnis: "C:\windows\command". Anwender von DOS und Windows 3.x sollten sie im Verzeichnis "C:\dos" finden. Falls Sie Windows 95 über ein schon vorhandenes DOS installieren, sollten Sie die "mscdex.exe" von Windows verwenden, da sie neuer ist und auch mit CD-ROM-Laufwerken der jüngsten Generation problemlos zusammen arbeitet. Die "mscdex.exe" wird durch zwei Parameter konfiguriert: /D und /L.

/D: Dieser Parameter steht für die Bezeichnung des Laufwerks. Sie können hier einen Namen festlegen, der später in der "config.sys" den Treiber eindeutig identifiziert. Automatisch erzeugte Namen sind beispielsweise "/D:MSCD000" oder "/D:CD...". Sie müssen darauf achten das diese Bezeichnung mit der in der "config.sys" auch tatsächlich übereinstimmt, denn sonst wird der CD-ROM-Treiber nicht eingerichtet, und das Laufwerk kann nicht angesprochen werden. Verwenden Sie möglichst nicht "CDROM" als Namen. Denn dieser wird intern vom Betriebssystem genutzt und könnte später zu Betriebsfehlern führen.

/L: Hier können Sie festlegen, welchen Laufwerksbuchstaben das CD-ROM-Laufwerk tragen soll.

Die Datei "config.sys" schließlich bindet den CD-ROM-Treiber nach den Angaben ein, die die "autoexec.bat" unter der angegebenen Bezeichnung festgelegt hat. Die betreffende Zeile kann dann zum Beispiel so aussehen:

C:\cd-rom\treiber.sys /D:MSCD000
 

Den Treiber auf die Diskette übertragen

Kopieren Sie anschließend diese Dateien – im genannten Beispiel "mscdex.exe" und "treiber.sys" – aus ihren jeweiligen Verzeichnissen auf der Festplatte auf die Startdiskette und tragen die Befehlszeile in die "autoexec.bat" und "config.sys" auf der Bootdiskette ein. Vergessen Sie nicht, die Pfadangaben von C: nach A: anzupassen. Sollte noch genug Speicherkapazität zur Verfügung stehen, sollten Sie zusätzlich noch ein Virenschutzprogramm einrichten.

Für diverse CD-ROM-Laufwerke verwendet Windows 95 eigene Treiber. Dann finden Sie in "autoexec.bat" und "config.sys" keinerlei Angaben zu CD-ROM-Treibern. Manchmal werden sie auch nur mit Rem-Anweisungen deaktiviert. Dann müssen Sie den CD-ROM-Treiber ("treiber.sys") direkt von der Treiberdiskette des CD-Laufwerk kopieren – also zuerst auf die Festplatte übertragen und dann von dort auf die Startdiskette. Die "mscdex.exe" kopieren Sie aus dem Windows- oder dem DOS-Verzeichnis.

Abschließend sollten Sie die Notstart-Diskette natürlich testen. Damit der Rechner auch von Diskette bootet, muss die Boot-Folge im Bios des PC (auch Bios-Setup genannt) zuerst das Diskettenlaufwerk enthalten. In das Bios-Setup gelangen Sie in der Regel, indem Sie sofort nach dem Einschalten des PC die [Entf]-Taste drücken. Die Einstellungen zur Bootfolge ist meist unter einem Menüpunkt untergebracht, der ähnlich wie "BIOS Feature Setup" klingt. Im entsprechenden Dialog findet sich dann eine Option wie "Boot Sequence". Sie erlaubt es Ihnen, die Reihenfolge zu ändern, in der das System beim Hochfahren auf Datenträger zugreift, um die Startdateien zu suchen. Sie können die Einstellung mit Hilfe der [Bild aufwärts]- und [Bild abwärts]-Tasten ändern.

Verlassen Sie das Bios-Setup und sichern Sie die übernommenen Werte. Vergessen Sie nicht, vorher die Diskette ins Laufwerk zu legen, denn der Rechner startet nun erneut. Beobachten Sie genau, welche Meldungen der PC beim Hochfahren auf dem Bildschirm angezeigt. Irgendwelche Fehlermeldungen? Falls ja, dann haben Sie sich wahrscheinlich in den Startdateien verschrieben oder eine benötigte Datei befindet sich nicht auf der Diskette. Funktioniert dagegen alles zu Ihrer Zufriedenheit, belegen Sie die neue Notstart-Diskette mit einem Schreibschutz, beschriften Sie die entsprechend und bewahren sie gut auf.